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9.3.2012 19.45 Uhr: Jakobsweg und der Camino Francés: Praktische Tipps

24 Feb

Wie im letzten Jahr möchten wir auch in diesem Jahr für alle, die sich in diesem Jahr auf den Jakobsweg machen wollen, unsere Erfahrungen und viele praktische und schöne Tipps anbieten. Im Internet und in Reiseführern kann man viel lesen, hier gibt es Antworten zum Anfassen und man kann alle Fragen auf einmal stellen und Antworten bekommen, an die man selbst noch gar nicht gedacht hat.

Jakobsweg zwischen San Juan Ortega und Burgos in der Morgenröte

Wir wollen an diesem Tag allen Pilgern aus Berlin und Umgebung, die in diesem Jahr aufbrechen wollen, die Möglichkeit geben, sich über Vorbereitung, Ausrüstung, Reiseführer, Streckenführung, Etappen zu informieren. Wir freuen uns auf alle Neuen, die an diesem Tag das erste Mal zu uns kommen.

Alle Pilger, die den Camino schon gelaufen sind, sind ebenfalls herzlich eingeladen, natürlich mit ihren Erfahrungen, – wenn es geht – mit ihrem Rucksack oder ihren bewährtesten bzw. liebsten Ausrüstungsgegenständen vorbeizukommen, um anderen zu helfen, ihre optimale Ausrüstung zusammen zu stellen und sich auf den Weg gut einzustimmen. Ebenso sind praktische Tipps und Materialien gefragt, die unterwegs gut weiterhelfen. Je mehr Leute etwas mitbringen, umso informativer wird die Veranstaltung, vielleicht wird es so etwas wie eine kleine Ausstellung. Martin, der den Camino schon oft gelaufen ist, wird diesen Abend moderieren und uns an seinen Erfahrungen aus allen Jahreszeiten partizipieren lassen. In großer Runde oder im Zwiegespräch am Rucksack oder am Pilger-Buffet bleibt nichts unbeantwortet.

Pilger auf dem Weg aus Logroño heraus

Darüberhinaus wollen wir unser nächstes gemeinsames Probepilgern planen und ich poste heute schon mal den Termin hierfür: 14. – 15. April 2012. Morgens geht es mit dem Zug nach Frankfurt/Oder. Wir pilgern von dort auf der Jakobsweg-Nordroute nach Sieversdorf, wo wir in der Pilgerherberge an der Orgelwerkstatt bei Silvia Scheffler übernachten. Am nächsten Tag geht es ein Stück auf der Nordroute weiter, dann schwenken wir um auf die Südroute und dann geht es so weit, wie wir gemeinsam kommen: Briesen, Berkenbrück oder Fürstenwalde. Es gibt ca. 20 Schlafplätze, ca. die eine Hälfte Betten im Pensionsbereich, die andere Hälfte Matratzenplätze. Mehr darüber und Anmeldung dann auf dem Treffen, Reservierungen von Frühentschlossenen nehme ich allerdings auch schon jetzt entgegen.

Auf dem Brandenburger Jakobsweg zwischen Sieversdorf und Alt-Madlitz

Zwei Wochen später, 28.4. – 1.5., gibt es 4 schöne, freie Tage hintereinander. Auch hier könnte man über eine zusätzliche Pilgerwanderung gemeinsam nachdenken für eine Strecke, die für ein Wochenende zu kurz ist.

Übrigens für alle, die letztes Mal nicht da waren: Wir sind letztes Mal nur bis zur Hälfte gekommen mit dem Thema „Ankommen“. Wir werden es zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgreifen.

Ort: Herz-Jesu-Gemeinde, der Raum wird immer individuell bestimmt,
Beginn um 19.45 Uhr (nach der Freitagsmesse)

Adresse: Schönhauser Allee 182, 10119 Berlin,
das ist so ein Hofeingang in einer roten Backsteinmauer.
U 2 Rosa-Luxemburg-Platz oder Senefelder Platz, M8 Rosa-Luxemburg-Platz, Bus 142

Wir freuen uns auf Euch! Bitte – wie immer – an unser Pilgerbuffet und an eine Raumspende für Herz-Jesu denken!

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10.2.2012, 19.45 Uhr – Pilgerherberge im Alltag zum Thema „Ankommen“

5 Feb

Pilgermesse in der Kathedrale von Santiago de Compostela - in der Mitte der Botafumeiro

Krönender Abschluss des Jakobsweges ist die Ankunft in Santiago de Compostela. Jeder erlebt sie anders, der eine singt und jubelt vor Freude und Ergriffenheit, dem anderen laufen die Tränen über die Wangen, weil andere ihre Ankunft mit Musik begleiten, der eine humpelt mit lädierten Füßen vielleicht und wird von der Kraft des Geistes die letzten Meter getragen, ein anderer wieder fühlt sich völlig unwirklich und braucht eine Weile, um wieder zu sich zu kommen. Die Gesänge in der Pilgermesse, das Schwingen des Botafumeiros, das Brausen der Orgel, die Gemeinschaft unter den Pilgern, die bekannten Gesichter – ob dauerhafte Begleiter oder unterwegs mal getroffen und gesehen, die abendliche Pilgerandacht in der von Touristen leeren Kathedrale, die samstägliche Pilgervigil, vollendetes Gänsehautfeeling – hier Ankommen ist eine intensiv bewegende Sache. Aber einige kommen auch unterwegs an, vielleicht, weil sie eine Teil-Etappe gelaufen sind – in Deutschland, in Frankreich, in Spanien. Auch sie können ihr persönliches Santiago erreicht haben.

Ankommen….

….da sein und empfinden….

…bei sich selbst ankommen…

…loslassen und mitnehmen…

…weiterlaufen und nicht genug haben…

…abreisen und zuhause ankommen…

…im Alltag aufschlagen und sich neu orientieren…

…den Weg wirken lassen & sich verändern …

All das ist im Ankommen enthalten.

Vom Ωmega zum Αlpha - an der Westfassade der Kathedrale von Santiago de Compostela - Bildquelle unbekannt

An der Ausgangstür der Kathedrale von Santiago de Compostela in Richtung Plaza de Plateria findet sich die Umkehrung des typischen A und Ω zum „Vom Ω zum A“. Hier geht es darum: Das Ende eines Weges ist erreicht. Hier findet eine Art Tod statt und danach gibt es wieder ein Alpha, einen Neuanfang, ein neues Leben.

Es beginnt im Prinzip in dem Moment, wo man sich auf den Weg macht, bis zu dem Zeitpunkt, bis die Umkehr mittels der Erkenntnisse auf dem Camino im alltäglichen Leben umgesetzt ist. Man nagelt beim Losgehen sein altes Leben ans Kreuz, und dann ist es symbolisch die Wiederauferstehung des Menschen in gewandeltem Geist, die Kraft der Resurrección, was dann stattfindet: Die tiefste Wandlungsmöglichkeit des Menschen.

Das Omega ist: Wir legen unser altes Leben zu Santiagos sterblichen Überresten in die Silberlade. Die Übergangszeit, die Zeit von Karfreitag bis Ostersonntag im Reich der Toten, ist die Zeit des Loslassens und der geistigen Neuorientierung. Die bewusste Umarmung Santiagos in der Kathedrale ist die Entscheidung für das, was wir vom Camino mitnehmen wollen. Das Alpha ist der Start des Umsetzens der Erkenntnisse des Weges und der geistigen Neuorientierung im Leben.

An diesem Abend wollen wir uns zusammen setzen und miteinander unsere Erlebnisse teilen, diesmal kein Vortrag, sondern alle sind gefragt und werden gehört. Und wir bitten insbesondere auch zukünftige Pilger dazu, hierbei eine aktive Rolle einzunehmen.  Lasst uns des Ankommen und auch des „Was dann?“ in vielen Facetten gewahr und bewusst werden!

Für alle Neuen nochmals die Daten:

Herz-Jesu-Gemeinde, der Raum wird immer individuell bestimmt,
Beginn um 19.45 Uhr (nach der Freitagsmesse)

Adresse: Schönhauser Allee 182, 10119 Berlin,
das ist so ein Hofeingang in einer roten Backsteinmauer.
U 2 Rosa-Luxemburg-Platz oder Senefelder Platz, M8 Rosa-Luxemburg-Platz, Bus 142

Bitte – wie immer – an unser Pilgerbuffet denken! Und wenn Ihr wollt, bringt Kerzen mit, damit wir während dessen ganz ohne Kunstlicht auskommen, damit Licht, Gesicht  und unsere Herzen warm werden.

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