Tag Archives: Rhön-Jakobsweg

10. Juni 2011: Die ersten Rückkehrer / Camino Portugués

6 Jun

Am Freitag vor Pfingsten, dem 10. Juni 2011 treffen wir uns um 20.00 Uhr wieder in der „Pilgerherberge im Alltag“ in den Räumen der Herz-Jesu-Kirche in Berlin-Mitte, Schönhauser Allee 182.  Wir werden ein sehr vielfältiges Programm haben:

Petra und Susanne sind vom Camino Portugués (Oporto bis Santiago) zurück und werden darüber berichten. Ich selbst werde etwas über die Strecke davor von Fátima bis Oporto beisteuern und wie es ist, den Camino Portugués ab Santiago rückwärts zu laufen.

Bild von Petra Devantier: Camino Portugués kurz hinter Ponte de Lima aufwärts durch die Weinberge

Auch Monika und Attila sind von ihrem Camino Francés zurück und können sicher über die aktuelle Situation berichten.

Ebenso können wir über das Pilgern in Deutschland berichten, eine wundervolle Wochentour durch drei Bundesländer von der Wartburg in Eisenach bis zum bayrischen Kloster Kreuzberg.

Das sprechende Labyrinth vom Kloster Hünfeld

Wie es aussieht, steht uns wieder ein Beamer zur Verfügung, es können also Laptops für Bilder zum Träumen und Freuen mitgebracht werden.

Was jeder für unser Buffet mitbringt, steht diesmal frei. Einfach mitbringen, was zu dieser Jahreszeit besonders gut schmeckt…(Oder kriegt jemand einen Vinho Verde „Ponte de Lima“?)

Wir freuen uns auf Euch!

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Wer will in der Himmelfahrtswoche mit uns pilgern?

14 Apr

Die Einheit der Christen liegt uns am Herzen. Für die Woche rund um Himmelfahrt (27. Mai bis 5. Juni 2011) suchen wir noch bis zu 6 Mitpilger für eine gemeinsame Pilgerwanderung. Wer hat Lust dazu?

Geschichtsträchtige Wege…möchten wir mit Euch pilgern. Drei großen Themen finden sich auf diesem Weg wieder und heißen: Einheit, Friede und Befreiung. In Eisenach fand 1925 der 1. Ökumenische Gottesdienst in Deutschland statt.

Hier war Luthers Schreibstube

Auf dem Ökumenischen Pilgerweg beginnen wir unsere Wanderung in Eisenach in der Kirche und steigen dann zur Wartburg auf. Hier lebten zwei weltweit bekannte Christen. Zum Einen übersetzte hier Martin Luther als Junker Jörg die Bibel ins Deutsche. Er war der Stein des Anstoßes, aus dem die Kirchenspaltung hervor­ging. Was forderte Luther? Was trennt uns noch so, dass Einheit nicht möglich ist? Und was war der Stein des Anstoßes für den Sozialismus und die deutsche Teilung? Gibt es Parallelen?

Auf der Wartburg lebte auch Elisabeth von Thüringen, die als Fürstin ihr Leben der Barm­herzigkeit Christi verschrieben hatte und die Armut, Einfachheit und Gleichheit zu leben liebte. Was kann sie uns auf den Weg mitgeben?

Hinter Eisenach verläuft der Pilgerweg auf dem bekannten und wunderschönen Wanderweg „Rennsteig“ und dem„Napoleonsweg“ über Oberellen nach Vacha. Diese Stadt war lange ein deutliches Schaubild der deutschen Spaltung. Heute verbindet sie nach der friedvollen Wieder­vereini­gung mit der Brücke der Einheit Ost und West. Und vielleicht erfahren wir hier Einheit und Friede mit unserem Nächsten? Und wie mag die Brücke zur christlichen Ökumene aussieht?

Jakob(u)sweg hinter Vacha

Auf dem Rhön-Jakobsweg… geht es ab Vacha weiter. In Vacha lebte einst der Serviten-Mönch Herrman König, der schon 1495 einen Pilgerführer nach Santiago de Compostela verfasste: „Die walfart und straß zu sant Jacob“. Das schenkt uns einen würdigen Einstieg in unseren Jakobsweg hier. Was gibt er uns mit?

Zunächst bleiben wir in Thüringen und durchqueren die raue Rhön über Bremen nach Geisa, einst die westlichste Stadt des Ostblocks. Von hier aus steigen wir auf zum Point Alpha, erstgeborenen Bruder vom Checkpoint Charlie in Berlin, wo wir uns nochmals Trennung und Einheit, aber auch der Ausstellung Freiheiten! und Hoffnung mit den hiesigen Kreuzweg stellen können.

Oblatenkloster in Hünfeld

Wir überschreiten die ehemalige Grenze, auch die vom evangelischen zum katholischen Land. In Hünfeld kehren wir im Kloster ein, in dessen Garten ein Labyrinth unseren kreativen Geist anregen kann und wir Ruhe finden.

Der Hohe Dom zu Fulda

Fulda… ist die nächste Station unserer Pilgerreise. Hier gründete der heilige Bonifatius ein Kloster, das direkt dem Papst und keinem deutschen Bischof unterstand. Der Dom St. Salvator lädt uns am Himmelfahrtstag zur Heiligen Messe ein. Wir verlassen Fulda in Richtung Süden und finden hinter Welkers den Steinhauck mit einer Rosenkranztreppe. Pilgern heißt Beten mit den Füßen, hier im Rhythmus des Mariengebetes. Über Büchenberg, Thalau, Gichenbach und Rommers erreichen wir mit einem Aufstieg auf 1148 m Höhe die Schweden­schanze, von dort aus geht es über Oberweißen­brunn zum Franziskaner-Kloster Kreuzberg, der letzten Station unserer Pilgerreise bergauf. Beim Armuts­orden des Franz von Assisi und an der Kalvarie auf dem Kreuzberg, dem Ort wahrer Befreiung und Einheit, klingt unser Weg aus.

Kalvarie auf dem Kreuzberg in der Rhön

Organisatorisches

Die Pilgerwanderung beginnt am Freitag, den 27. Mai in Eisenach, individuelle Anreise bis 18.30 Uhr und endet am 5. Juni im Kloster Kreuzberg. Bei Bedarf kann eine Gruppenreise mit der Bahn organisiert werden. Unsere Pilgerstrecke beträgt ca. 150 km, durchschnittlich ca. 21 am Tag, am Anfang weniger, gegen Ende etwas mehr.

Die Übernachtungen werden nach Pilgermanier so preisgünstig wie möglich gestaltet. Schlafsack und Isomatte müssen daher mitgenommen werden, da nicht überall Betten zur Verfügung stehen, aber öfter als nicht 🙂 . Der Ge­samt­preis für alle Übernachtungen beträgt 110 €, die an die einzelnen Gastgeber zu zahlen sind. Teilweise ist das Frühstück in der Über­nachtung enthalten. Die Verpflegung gestaltet jeder indivi­duell, wobei wir, wo immer dies mög­lich ist, gemeinsam einkaufen, die Verpfle­gung trans­por­tieren, sie teilen und kochen. So kann jeder selbst dafür sorgen, dass er bekommt, was er braucht.

Die gesamte Reise funktioniert nach dem Prinzip, dass wir die Pilgerreise organisieren, jedoch nicht im Sinne einer Reiseleitung oder eines kommerziellen Angebots. Die Wegstrecke ver­läuft auf markierten Pilgerwegen, doch ein jeder bleibt für sich verantwortlich, eine Haftung von unserer Seite ist ausgeschlossen. Wir sammeln für die Übernachtungen das Geld ein, damit die jeweiligen Vermieter es leichter haben.

Die geistigen Inhalte der Pilgerwanderung leiten wir an, sie sind freiwillig, und jeder entscheidet selbst  über das Maß seiner eigenen Beteiligung. Jeder ist darüberhinaus angefragt, selbst mit seinen Inspirationen und Ideen beizutragen. Als Ergebnis ist über unsere gemeinsame Hinwendung zu Gott für die Einheit der Christen auch eine gemeinsame Dokumentation geplant.

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