Fátima Oktober 2017

Die Fátimareise findet nicht mehr statt.

Auf nach Portugal!

Neben dem Reformationsjubiliäum gibt es dieses Jahr ein zweites christliches Jubiläum, nämlich das Hundertjährige (Centenario) der Erscheinungen von Fátima in Portugal. Am 13.10.1917 war das Sonnenwunder von Fátima. Diese Erscheinungen haben auch eine Menge mit Berlin und der deutschen Wiedervereinigung zu tun. In Fátima ist in diesem Jahr ein Heiliges Jahr ausgerufen. Wir werden alle notwendigen Schritte in unsere Tour integrieren, um alle an uns liegenden Voraussetzungen für dieses Gnadenerlebnis zu erfüllen.

Santuario von Fátima

2007 in Fátima

Auch für mich ist es ein Jubiläum, da ich im Oktober 2007 meine allererste Pilgertour auf dem Jakobsweg  zum 90-jährigen Jubiläum in Fátima beendet habe. Dieses riesige Fest des Glaubens mit 100.000 Menschen hat mich sehr beeindruckt und geprägt. Daher ist es mir ein Herzensanliegen, auch anderen Pilgern dieses großartige Erlebnis in einer Gruppe ermöglichen. Mein Bericht von dieser Zeit aus meinem Pilgerblog ist hier zum Nachlesen:

https://imantlitzderliebe.wordpress.com/2010/02/22/fatima-11-km-11-13-10-2007/

Denn nur noch Fußpilgern ist es möglich, in Fátima zu den Zeiten der internationalen Wallfahrten zu übernachten. Alles andere ist schon lange ausgebucht oder unbezahlbar, Touren weichen oft für die Übernachtungen nach Lissabon aus. Im März bin ich die Strecke nochmals probegelaufen, habe die Machbarkeit geprüft, alles Notwendige reserviert. Hier ist nun meine Fátimatour 2017 für Euch:

29.9. – 13.10.2017 Camino do Fátima

von Porto nach Fátima

230 km an 10 Lauftagen

3 Tage Aufenthalt in Fátima zur internationalen Wallfahrt

Der Camino do Fátima ist gleichzeitig auch der Jakobsweg von Lissabon nach Santiago de Compostela. Uns kommen so auch viele Jakobspilger entgegen. Die Strecke ist zweifarbig markiert: gelbe Pfeile nach Santiago, blaue Pfeile nach Fátima.

Wegmarkierung an der Kathedrale (Sé) von Porto

Freitag, 29.9.2017: Individuelle Anreise in Porto

Porto bei Nacht

Jeder bucht sich seinen Flug nach Porto selbst, direkt nach Porto oder über Lissabon. Dabei bin ich gern beratend behilflich. Wir übernachten in Mehrbettzimmern in einem Hostel mitten in der Altstadt, die Unesco Weltkulturerbe ist, und essen gemeinsam zu Abend.

Samstag, 30.9.2017: Porto

An diesem Tag besichtigen wir Porto:

  • Besuch der Kathedrale und der Trinitätskirche mit Gottesdienst
  • Schlendern durch die Altstadt
  • Besuch von Torre dos Clérigos und Livraria Lello
  • Am Ufer des Douro entlang und über die Brücke Dom Louis I.
  • Portweinprobe
  • Strandspaziergang von der Douromündung nach Matosinhos und gemeinsames Abendessen dort

Sonntag, 1.10.2017: Porto – Lourosa (21/25 km)

Mosteiro de Gríjo

Duch Vila Nova de Gaia geht es aus der Großstadt heraus. Wir erreichen die Calzada Romana und Gríjo und schauen uns dort die alte Klosterkirche an. Von dort aus laufen wir über Nebenstraßen nach Lourosa, wo wir bei den Bombeiros, der Freiwilligen Feuerwehr übernachten. Der Abend ist frei.

Montag, 2.10.2017: Lourosa – Oliveira de Azeméis (20 km)

Maisspeicher nahe der Calzada Romana

Über kleine Nebenstraßen laufen wir nach São João de da Madeira, wo wir unsere Mittagspause einlegen und die Kirche besuchen. Von dort aus geht es nach Oliveira de Azeméis, wo wir in einer urigen Pension übernachten. Wir besuchen zusammen den örtlichen Gottesdienst. Der Rest des Abends ist frei.

Dienstag, 3.10.2017: Oliveira de Azeméis – Albergaria a Velha (20 km)

Zwischen Albergaria a Nova und a Velha

Über Pinheiro da Bemposta geht es weiter nach Albergharia a Nova. Jetzt beginnen unsere ersten Waldstrecken. Wir besuchen das Santuario Nossa Senhora de Socorro – unsere Lieben Frau, die zur Hilfe eilt -. In der Pilgerherberge von Albergaria a Velha übernachten wir und essen in der Stadt gemeinsam zu Abend.

Mittwoch, 4.10.2017 Albergaria a Velha – Águeda (17 km)

Ponte romano

Es geht zunächst etwas durch den Wald, sowohl auf Waldwegen wie auf kleinen Nebenstraßen. Wir überqueren den Rio Vouga, rasten mit schönem Ausblick an der Kirche von Lamas do Vouga und dürfen dann auf der römischen Brücke den Rio Marne passieren. In Mourisco de Vouga legen wir wieder eine Pause ein. Unsere Übernachtung ist in der Pension, die der Pilgerherberge von Águeda angeschlossen ist. Abends ist frei: Wir können in die Innenstadt laufen, die Kirche besuchen, am Rio Águeda chillen und dort nach eigenem Gusto zu Abend essen oder mal richtig in der Pension ausspannen mit Füße hoch auf der Terrasse.

Donnerstag, 5.10.2017 Águeda – Mealhada (23 km)

Immer mehr verlassen wir den Asphalt.

Nach der Überquerung des Águeda steigen wir zunächst ein wenig auf, dann durchqueren wir ein Industriegebiet. Wir passieren im Laufe des Tages den 111-km-Stein. Über viele kleine Nebenstraßen erreichen wir Anadia. Wenn wir noch Kraft haben, können wir zur Kapelle auf dem Berg aufsteigen. Erfreulicherweise kommen dann wieder zwei natürliche Strecken und kurz vor Mealhada liegt unser Unterkunft. Im nahegelegenen Park können wir uns einen schönen Nachmittag machen. Mealhada ist kulinarisch in ganz Portugal für Leitão – Milchferkel – bekannt. An diesem Abend gehen wir daher wieder gemeinsam Essen.

Freitag, 6.10.2017 Mealhada – Coimbra (25 km)

Sé Velha Coimbra

Bis Santa Luzia erwartet uns ein sehr schöner Weg durch Weinpflanzungen und Olivenbäume. In Trouxemil treffen wir auf eine Pilgerstatue und dann geht es über einen langen geraden Weg auf der gegenüberliegenden Flußseite ganz ruhig nach Coimbra, einem Höhepunkt unserer Reise. Die alte Universitätsstadt bringt uns Kirchen und Kultur in Fülle. Wir übernachten in einem Hostel direkt an der Sé Velha, wo es auch eine Waschmaschine gibt. Wir besuchen einen Gottesdienst und durchstreifen die wunderschöne Stadt. Gemeinsames Abendessen.

Samstag, 7.10.2017: Coimbra – Rabaçal (30 km)

Conimbriga

Gleich morgens überqueren wir den Rio Mondego und steigen auf zum Alto St. Clara. Über Palheira geht es dann weiter nach Cernache. Eine lange Pause machen wir in Conimbriga und besichtigen die römische Ausgrabungsstätte. Jetzt folgt einer  der schönsten Abschnitte durch herrliche Natur und alte Straße über Zambujal nach Rabaçal, wo wir in der Pilgerherberge übernachten und dort auch uns unser Abendessen gemeinsam schmecken lassen.

Sonntag, 8.10.2017 Rabaçal – Ansião (18 km)

Windmühle in der Seefahrernation Portugal nahe Alvorge

Ein Tag durchs Grüne! Nach einem gemütlichen Frühstück geht es wieder durch Olivenhaine und Weinpflanzungen auf fußfreundlichen Feldwegen nach Alvorge, wo wir bei Vitor ungefähr zur Halbzeit zur Kaffee- und Stempelpause einkehren. Weiter geht es durch den Wald nach Cruce und Netos. In Ansião übernachten wir in einer Pension, wo es abends gemeinsames Pilgermenü gibt.

Montag, 9.10.2017 Ansião – Caxarias (30 km)

Am Fluss entlang läuft es sich wunderbar

Heute zweigen wir vom offiziellen Jakobsweg ab, jetzt geht es direkt nach Fátima.  Wieder eine längere Strecke, aber vor allem anfangs sehr schön durch den Wald und an einem Flußlauf entlang. Anschließend geht es auf kleinen Nebenstraßen und zwischendurch auch Waldwegen nach Caxarias, unser letzten Unterwegs-Übernachtung. Wir übernachten mit Isomatte und Schlafsack ganz ursprünglich. Der Abend ist frei.

Dienstag, 10.10.2017 Caxarias – Fátima (22 km)

Olivenhain kurz vor Fátima

Von Caxarias geht es heute häufig bergauf, denn Fátima liegt höher als unsere bisherige Strecke. Durch kleine Ortschaften und immer wieder auch mal durch den Wald kommen wir unserem Ziel näher. Zum Schluss führt uns die Straße stetig ansteigend bis nach Fátima, wo wir spätestens um 15 Uhr ankommen wollen. Denn um diese Zeit öffnet sich  die Tür des Sanktuariums für die Fußpilger.

Rückansicht der Basilica – so kommen wir an

Nun sind wir in der Gnade des Sanktuariums angekommen: Wo wir in Fátima übernachten werden, das entscheidet sich erst dort. Fußpilgergruppen werden in der Reihenfolge ihrer Ankunft in geistlichen Häusern oder in Militärzelten untergebracht. Hierauf muss sich jeder einlassen können. Es gibt zu unterschiedlichen Tageszeiten Kaffee und Suppe für die Pilger.

Den Rest des Tages verbringen wir mit Ankommen und Ausruhen. Wir können auch das Sanktuarium erst einmal kennen lernen und/oder die Messe in der Basilica besuchen. Zum abendlichen Rosenkranz und zur Lichterprozession gehen wir zur Erscheinungskapelle.

Mittwoch, 11.10.2017 Fátima

Ajustrél

Heute bereiten wir uns vor auf das große Fest. Wir gehen nach Ajustrél, dem Wohnort der Hirtenkinder, zum wunderschönen Kreuzweg in einem Olivenhain, um unser Herz angesichts der Passion Christi aufzuschließen. Dort schauen wir uns auch den Erscheinungsort des Engels von Fátima an. Nach eine Ruhepause zur inneren Einkehr suchen wir die mehrsprachige Beichtkapelle unterhalb der Trinitätskirche auf, damit jeder Geneigte seine Beichte ablegen kann. Wer möchte, kann auch auf Knien betend den Weg zur Erscheidnungskapelle zurücklegen.

Eine Kerze entzünden

Nachmittags gehen wir zur englischen Messe an der Erscheinungskapelle. Dort ist anschließend auch Zeit für die persönlichen Gebetsanliegen und das Entzünden von Kerzen. Abends gehen wir wieder zum Rosenkranz und zur Kerzenprozession ins Sanktuarium.

Donnerstag, 12.10.2017 Fátima

Altar der Dreifaltigkeitsbasilika

Wir beginnen den Tag mit der deutschen Messe in der Kapelle des Engels des Friedens. Anschließend gibt es ein vielfältiges Programm im Sanktuarium. Dort können wir uns gemeinsam entscheiden, an was wir teilnehmen oder wo jemand individuell hin möchte. Oder man ruht sich aus für die abendlichen/nächtlichen Aktivitäten. Auf jeden Fall ist die abendliche Lichterprozession mit anschließender Messe im Gebetsareal der Höhepunkt des Tages.

Bild des 12.10. von 2007 (Quelle Santuario do Fátima)

Freitag, 13.10.2017: Fátima – Lissabon

In der Nacht gibt es viele Anbetungsmöglichkeiten:

  • 0:00 – 2:00 Uhr: Eucharistische Anbetung in der Dreifaltigkeitsbasilika
  • 2:00 – 3.15 Uhr: Kreuzweg im Gebetsareal
  • 3.30 – 4.15 Uhr: Marienfeier in der Erscheinungskapelle mit anschließender Messe
  • 7:00 – 7:30 Uhr: Eucharistische Prozession

Unser gemeinsamer Abschluss wird die Messe um 10 Uhr sein, die bis 13 Uhr angesetzt ist. Hier nochmals ein Video von 2007:

Nach dieser Messe werden wir uns zusammenfinden und unsere Gruppe gesegnet auflösen, d.h. ab diesem Zeitpunkt sind die Abreisen – wie auch immer jeder individuell das gestalten möchte – möglich. In Fátima gibt es einen  Busbahnhof und ich werde rechtzeitig vorher versuchen, für die Linienbusse ab 14 Uhr die Fahrkarten nach Lissabon zu kaufen. Ein weiteres Programm ist ab hier von mir nicht geplant.

Geistliches Programm unterwegs:

Unsere Glaubensspeicher füllen sich durch Wort, Gebet und Umkehr

Maria hat sich bei Ihren Erscheinungen in Fátima eine Umkehr der Menschen zu Gott gewünscht, eine Reparatur der eigenen Gottesbeziehung. Sie hat die Hirtenkinder beauftragt, täglich den Rosenkranz zu beten. Dies Wünsche bilden die Leitgedanken des Programms:

  • Messe, wann immer möglich, ansonsten tägliche Lesung
  • täglicher Rosenkranz
  • ein geistliches Programm, das die Reparatur der Gottesbeziehung, die Umkehr unterstützt

Von Beruf bin ich Heilpraktikerin für christlich orientierte Psychotherapie, d.h. ich bin täglich damit beschäftigt, Menschen bei ihrer Umkehr zu begleiten. Aus meiner psychologisch/theologischen Erfahrung habe ich – inspiriert durch das, was ich unterwegs vorfand – für diesen Weg eine individuelle geistliche Wegbegleitung entwickelt.

Komplette Tour: 29.9.-13.10.2017 (15 Tage), insgesamt 11 Teilnehmer     

  • 11 Übernachtungen ins Hostels, Pilgerherbergen, Pensionen unterwegs (Übernachtungen in Fátima sind kostenlos, Spenden werden von den Häusern sicher gern genommen)
  • 3 x Frühstück
  • 6 x Abendessen
  • Organisation und Begleitung, spirituelles Programm
  • Pilgerpass Caminho Fátima
  • Bustransfer Fátima – Lissabon (nach Möglichkeit)
  • 4 x Eintritt

Preis insgesamt 700 €

Anmeldeschluss: 15. August 2017 (Maria Himmelfahrt)

Vorbereitungstreffen der Teilnehmer: Donnerstag, 1.9.2017, Ort wird noch bekanntgegeben

  • Anzahlung 20 % zum 15. August 2017
  • Restzahlung 80 % zum 15. September 2017

Bitte eine Reiserücktrittsversicherung bei einem Anbieter Ihrer/Eurer Wahl abschließen.

Zusatzinformationen

Dies ist eine Pilgerreise. Die Unterkünfte sind Pilgerunterkünfte einfacher Art und wurden von mir vorab besucht und erfordern tlw. Schlafsack und Isomatte. Für die Unterkunft in Fátima gibt es keine Garantie; sie ist auch nicht Teil dieses Angebots, (s.o.). Regeln siehe hier unter Punkt 5:

http://www.santuario-fatima.pt/de/pages/fubwallfahrer

Die Wegstrecke ver­läuft auf markierten Pilgerwegen, doch ein jeder bleibt für sich, seine Gesundheit – vor allem auf den Straßen – und für sein Eigentum verantwortlich, jegliche Haftung von meiner Seite ist ausgeschlossen. Sollte eine der Reservierungen aus irgendeinem Grund kurzfristig vor Ort annulliert werden, so zahle ich den mir zum Reservierungszeitpunkt genannten Preis aus. Eine Übernachtung zum gleichen Preis an einem anderen Ort schulde ich nicht.

Es gibt kein Begleitfahrzeug. Ich empfehle die Mitnahme eines Smartphones mit gps und Offlinekarte. Die Teilnahme an den geistigen Inhalten der Pilgerwanderung ist erwünscht, jeder entscheidet selbst  über das Maß seiner eigenen Beteiligung.

Sollten wir Mahlzeiten gemeinsam zubereiten, so ist die tätige Mitarbeit aller erforderlich, bis das letzte Glas wieder abgewaschen im Schrank steht.

Anbieter dieser Reise ist Moviable Services Gabriele Sych ein Kleinunternehmen (www.moviable-services.de/impressum). Die Preise enthalten daher keine Mehrwertsteuer aufgrund von § 19 USTG. Ich bin kein professionelles Reiseunternehmen und habe die Reise nach bestem Wissen organisiert und probegelaufen, um anderen Menschen dieses Glaubenserlebnis zu ermöglichen – das bitte ich bei der Entscheidung zu bedenken. Ich habe nicht die Möglichkeiten und Reserven eines solchen Unternehmens, späte Stornos oder Regress zu verkraften. Bitte diese Reise nicht buchen, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Weitere Fragen? pilgerforumberlin@gmx.de oder 01741828932

 

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