10.09.2014, 19.30 Pilgern auf Irisch

10 Sep

Bitte merken: Am 12.9. kein Pilgerherberge im Alltag wegen Septemberpilgern!

Und nun zum eigentlichen Thema dieses Postings: Pilgern auf Irisch

Folgende Email erreichte mich, leider habe ich es verpasst, es etwas früher zu posten, aber vielleicht ist spontan ja auch mal ganz schön 🙂 :

Einladung zur Buchvorstellung »Pilgern auf Irisch« am 10. September 2014 in Berlin

Sehr geehrte Damen und Herren,

in seinem neuen Buch „Pilgern auf Irisch“, das gerade in unserem Verlag erschienen ist, berichtet der nordirische Pastor Barry Sloan mit viel Humor und dennoch tiefsinnig von seiner Pilgerreise per Anhalter quer durch Europa von Bangor in Nordirland nach Bobbio in Italien, auf den Spuren eines keltischen Mönchs, der vor 1.400 Jahre lebte – Barry Sloan ist unterwegs durch die Länder, die der Heilige Columban vor so langer Zeit bereiste, um Europa zu missionieren.

Dabei schreibt der Nordire, der seit mehr als 15 Jahren in Deutschland lebt, seine Erlebnisse auf: Begegnungen mit ganz unterschiedlichen Menschen, erhebende und peinliche Momente, friedvolle Natur und trostloser Asphalt. Und immer wieder gerät er auf seinem Weg ins Nachdenken über Gott, über die Menschen, die Gott gebraucht – ob im 7. oder 21. Jahrhundert –, und über seinen eigenen Glauben. Ein ehrliches und mit viel Humor erzähltes Reisetagebuch von einem Wanderer zwischen den Kulturen.

Zur Vorstellung des Buches „Pilgern auf Irisch“ am Mittwoch, 10. September 2014, in Berlin laden wir Sie herzlich ein

zum Irischen Abend mit Barry Sloan und Band „Green Island“ um 19.30 Uhr in der Ev. Heilig-Kreuz-Kirche, Zossener Straße 65, 10961 Berlin-Kreuzberg.

Mit freundlichen Grüßen aus Neukirchen

Neukirchener Verlagsgesellschaft mbH

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Als ich die Ankündigung gelesen hatte, da fühlte ich mich vom Titel her erinnert an den Tramp-Film „Round Ireland with a fridge“ erinnert, den ich vor meinem ersten Irlandaufenthalt samt Pilgertour von Dublin nach Glendalough gelesen hatte. Der Film ist echt originell und witzig. Da auch bei der Ankündigung dieses Buches vom Trampen die Rede war und ich selbst schon für meine Pilgerreisen getrampt bin, hab ich mir meinen Sohn Arno geschnappt und wir haben es definitiv nicht bereut. Ich habe für die Pilgerherberge im Alltag ein Buch signiert bekommen und werde es auch beim nächsten Mal mitbringen. Das Buch habe ich inzwischen gelesen 😉

Barry ist in Nordirland geboren und lebt schon einige Jahre in Chemnitz als Pfarrer der methodistischen Kirche, ist sozusagen christlicher Missionar im etwas atheistischern Ostdeutschland. Er soll einen neuen Job übernehmen und zwischen beiden Stellen hat er Gelegenheit zu einem Sabattical. Er entschließt sich, zu seinen Wurzeln nach Bangor in Nordirland zurückzukehren. Von dort brachen im 6. Jahrhundert irische Mönche auf den Europäischen Kontinent auf, um dort zu evangelisieren, Ihnen voran St. Columban. Und auf dessen Spuren pilgert Barry nun durch Ireland, Frankreich, Schweiz, Österreich und Italien, nicht nur zu Fuß, sondern auch per Daumen und Bus und Bahn, ohne Reiseführer, ohne Herbergsinfrastruktur, ohne vorzubuchen, sondern einfach hin und sich auf Gott verlassen, dass es schon klappen wird, der ist ein guter Reiseleiter.

Besonders seine Frankreichzeit weckte in mir viele liebe Erinnerungen, da ich auf meinen kleinen Wegen in Frankreich ähnlich Schönes erlebt habe. Er verweilt an einzelnen Stellen länger, nimmt sich Zeit, um die Wirkungsstätten St. Columbans intensiv kennenzulernen, trifft Menschen, die sich mit diesem Mönch und seinen Mitstreitern ausgiebig beschäftigt haben, Menschen, die ihm einfach so begegnen (und Tieren), Menschen, die ihn aufnehmen. Insgesamt eine etwas andere Art zu pilgern als wir Jakobspilger, aber wie ich finde: richtig gut! Es passte einfach zu ihm und seiner Intention!

Ein sehr authentisches Buch, liebenswert, humorvoll, von seinem Glauben und seiner Beeindruckbarkeit getragen. Ich hatte von St. Columban noch nie vorher gehört; dieses Eintauchen in europäische Glaubensgeschichte fand ich sehr spannend. Auch er erfühlt die Trennung der Konfessionen in der Eucharistie ebenso unstimmig mit Jesus wie ich, da kann ich ganz bei ihm sein, ebenso wie in der Wertschätzung der anderen Konfession, wenn man sich auf sie einfach einlässt. Wie pilgern helfen kann, einen neuen Schritt im Leben vorzubereiten, das wird hier ganz deutlich.

Das Buch kann man jemandem in die Hand drücken, der noch mit Flattern in der Hose vor einer neuen Aufgabe steht und dann sagen: „Mensch, mach Dich doch vorher auch auf den Weg, um Dir unterwegs Mut, Kraft und Anregungen zu holen!“ …etwas, was ich durch meinen ersten Weg auch intensiv erlebt habe.

Danke Barry, ich fand Dein Buch gut!

Buena lectura!

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