Das Ziel: Pilgerherberge im Alltag in Berlin

18 Nov

Liebe zurückgekehrte und zukünftige Pilger, liebe Pilgerinteressierte,

Abendlicher Pilgertreff vor der Herberge in Bercianos

Wir möchten hier in Berlin eine „Pilgergerberge im Alltag“ eröffnen für alle Menschen, die sich für das Pilgern interessieren. Sie soll uns zur Gemeinschaft, zum Austausch und zur Erfrischung dienen, als geistiges Heim in der Heimat auf dem Weg des Pilgers, in die wir einmal im Monat einkehren können. Denn als Pilger haben wir erfahren: Einmal Pilger, immer Pilger. Es sind alle willkommen: zurückgekehrte und zukünftige Pilger oder einfach Pilger-Interessierte, Christen jeder Konfession und Nicht-Christen. Und keine Angst: Es wird nur missioniert, wer das von sich aus möchte. Der Camino macht es sowieso von sich aus…:-) Und: Bei uns kann man schon hier vor Ort Santiago umarmen 🙂 !

Und: Wir danken von ganzem Herzen der Herz-Jesu-Kirchengemeinde in Berlin Mitte, dass sie uns Raum für dieses Vorhaben gewährt! (Übrigens: Bitte NICHT so verstehen, dass wir dort regelmäßig übernachten werden!)

Vor der Pilgerreise bieten wir Abende an für die Beratung z.B. für die Wegauswahl, Ausrüstung, körperliche und geistige Vorbereitung an, für ein erstes Hineinschnuppern vielleicht eine gemeinsame Übungs-Pilgertour im Umland.

Einander erkennen

Viele Pilger, die nach ihrem Camino in ihren Alltag zurückkehren, finden in Ihrem persönlichen Umfeld nur eine begrenzte Annahme­fähigkeit ihrer geistigen Erfahrungen und Erzählun­gen. Daher bietet das Pilgerforum für alle zurück­gekehrten Pilger die Möglichkeit zum Gedanken­austausch, zum Lauschen und Halten von Vorträ­gen und Berichten, damit die wundervollen Erlebnis­se auch geteilt werden können und so zum Zeugnis für viele werden. Darüberhinaus wollen wir einfach immer wieder im Alltag das „Camino-Gefühl“ schaffen. Menschen kennenlernen und mit ihnen herzliche Gemeinschaft haben, die man noch nie gesehen hat und die man vielleicht nie wieder sieht, die aber alle für uns wichtige Botschafter sein können mit dem, was sie uns erzählen.

Lasst uns einander gelbe Pfeile malen!

Und wir wollen einander behilflich sein beim Umsetzen Der Leiter des Pilgerbüros in Santiago sagte bei der abendlichen Pilgerandacht zu uns: Auf dem Chrismon über der Ausgangstür zur Plaza Platerias steht das Omega vor dem Alpha. Das sollte für uns Pilger die Aufforderung sein, vom Ende des Weges, dem Omega, zu einem neuen Alpha zu kommen, zur Umsetzen der Erfahrungen des Caminos in unserem Alltag. Lasst uns einander unterstützen auf diesem Weg, auch bei der Wegfindung, und einander viele schöne gelbe Pfeile malen. Vielleicht kommt es sogar zu gemeinsamen Aktionen, wäre schön!

Zusätzlich können wir gemeinsame Pilgertouren organisieren, sowohl „einfach nur so“ wie auch themenorientiert.

Doch insgesamt gilt: Als Hospitaleros wollen wir organisieren, aber nicht alles allein gestalten, d.h. Mitwirkung aller Interessierten ist erwünscht. Und so bringt z.B. für das gemeinsame Mahl – wie in der Herberge – jeder etwas mit. Jeder bringt seine eigenen Themen mit ein, jeder kann andere mit einladen und mitbringen. Wir wollen einander in Augenhöhe begegnen, keine Hierarchien, sondern gleichberechtigte Gemeinschaft – Pilger unter sich. Darauf freuen wir uns und auf EUCH!!!!

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4 Antworten to “Das Ziel: Pilgerherberge im Alltag in Berlin”

  1. Ernst Fleck 18. November 2010 um 14:51 #

    Hallo,

    ich finde das ist eine ausgezeichnete Idee. Falls ich mal in Berlin sein werde und es terminlich passen sollte, „drohe“ ich hiermit mein Erscheinen schon mal an :-)).
    Ich hoffe, es wird im Pilgerforum nicht wieder eine Diskussion über lokale Veranstaltungshinweise losgetreten werden.

    Viele Grüße aus Mainz

  2. Paul Baumann 18. November 2010 um 17:02 #

    Hola!

    Ich plane etwas ähnliches in Wien aufzuziehen. Ich bin heuer im Juni und Juli den Camino von St. Jean bis Pamplona und dann – nach einer 100km-Busfahrt nach Sta Cilia de Jaca – über den aragonesischen Weg von San Juan de la Pena über Artieda, Ruesta, Sanguese, Izco und Tiebas nach Sta Maria Eunate und den gängigen Weg weiter bis Santiago – 900km, sieben Wochen. Ich hab auch den Nach-Camino-Blues, und ich denke, ich bin nicht alleine in Wien damit.

    Ich hab jetzt einen Pilgerstammtisch gegründet in einem kleinen spanischen Restaurant, das aussieht wie eine der unzähligen wunderbaren Bars am Weg, und auch das Essen schmeckt authentisch. Zwei Treffen hatten wir, einige wenige Gäste sind gekommen.

    Die Idee, mit der Kirche zusammenzuarbeiten, finde ich großartig, ich müßte nur einen Pfarrer davon überzeugen 🙂

    Dürfte ich da eure Webseite als Argumentationshilfe verwenden?

    Ich würde mich überhaupt freuen, wenn es da auf irgend einer Ebene (ich denke da etwa auch an facebook) eine Zusammenarbeit Berlin – Wien gäbe 🙂

    Buen camino!

    Paul 🙂
    http://www.facebook.com/#!/profile.php?id=100001877792820

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